Große deutsche Zeitungen und Zeitschriften treten Blendle bei

Julia Jäkel, Vorstandsvorsitzende von G+J: “Auch Deutschland wird Blendle lieben”

Der digitale Zeitungskiosk Blendle kommt nach Deutschland. 37 Zeitungen und Zeitschriften, darunter die Süddeutsche Zeitung, Die Welt, Der Spiegel, Die Zeit und Stern, haben heute bekannt gegeben, dass sie beim Start von Blendle Deutschland mit dabei sein werden. Auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung soll kurzfristig beitreten. Ab dieser Woche bekommen die ersten Deutschen Zugang zur Beta-Version. Der Beta-Zugang kann auf blendle.de beantragt werden.

“Die allerbesten Artikel werden in Printzeitschriften und -zeitungen veröffentlicht, aber viele Leute haben kein Abonnement”, so Blendle-CEO Marten Blankesteijn (28). “Deshalb verpassen sie all diese tollen Storys. Mit Blendle haben Sie Zugang zu allen Zeitungen und Zeitschriften, ohne ein Abo oder eine ganze Ausgabe kaufen zu müssen. Sie bezahlen nur für die Artikel, die Ihnen gefallen – wenn Ihnen ein Artikel nicht gefällt, geben wir Ihnen Ihr Geld zurück.”

Blendle hat seinen Dienst vor einem Jahr in den Niederlanden gestartet und konnte bereits über 300.000 Benutzer gewinnen, womit es mehr Einnahmen für niederländische Verlage erwirtschaftete als Apple. Die meisten Blendle-Benutzer sind unter 35.

Bei Blendle können Benutzer kostenlos in Zeitungen und Zeitschriften blättern und bezahlen nur für die Artikel, die sie auswählen. Die Benutzer sehen auch, welche Artikel aktuell oft gelesen werden (“Trending”) und welche Storys ihre Freunde oder Kuratoren (wie Prominente, Politiker und Journalisten) geteilt haben. Es ist möglich, nach bestimmten Themen zu suchen und E-Mail-Alerts dafür einzustellen.

Blankesteijn: “Viele Leute sind wirklich bereit, für großartigen Journalismus zu bezahlen – es ist derzeit nur zu viel Aufwand. Die meisten Paywalls sind schrecklich. Mit Blendle ist es extrem einfach, die Artikel zu finden und zu lesen, die Sie interessieren. Keine Werbung, keine Abonnements, kein Clickbaiting.”

“G+J war eines der ersten Verlagshäuser, das Blendle in den Niederlanden beigetreten ist”, so Julia Jäkel, Vorstandsvorsitzende von G+J. “Wir glauben, dass der Business Case von Blendle für innovative digitale Medien einen Schritt nach vorne bedeutet, und wir sind überzeugt, dass die Benutzer in Deutschland Blendle auch lieben werden, deshalb freuen wir uns auf die Zusammenarbeit. Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit anderen angesehenen deutschen Zeitungen und Zeitschriften dabei sind, denn wir glauben, dass wir gemeinsam neue Plattformen und Business Cases finden müssen, um unsere Marken in der digitalen Zukunft zu entwickeln.”

“Es ist für uns eine Ehre, dass so viele berühmte und angesehene Zeitungen und Zeitschriften bereit sind, mit uns zusammenzuarbeiten”, so Blankensteijn. “So viele Leute lesen heutzutage nur kostenlose, kurze Nachrichten und ich glaube, den meisten von ihnen ist nicht einmal bewusst, dass es da draußen noch eine Welt des Qualitätsjournalismus gibt. Ich hoffe, dass wir ihnen diese Welt zeigen können, und dass sie davon so begeistert sind wie die Niederländer.”

Ab heute kann man seine E-Mail-Adresse auf blendle.de angeben, um an einer Beta-Testphase teilzunehmen. Benutzer, die zur Betaversion eingeladen werden, können Blendle Deutschland vor dem offiziellen Start nutzen.